Futtertiere


Heimchen


Heimchen (Acheta domesticus) sind hellbraun gefärbt mit dunkler Sprenkelung und je einem dunkelbraunen Band zwischen den Augen und Fühlern. Ausgewachsen sind sie 18 - 25 mm lang, dabei sind die Weibchen größer. Unbeschädigte Fühler übertreffen die Körperlänge. Die Weibchen erkennt man an der etwa 20 mm langen Legeröhre (Ovipositor), der bei alten Tieren der Länge nach aufgespalten ist. Aus den 3 mm langen weißen und sehr schmalen Eiern schlüpfen etwa ebenso große, in den ersten Stunden weißliche, dann sich gräulich verfärbende Jungtiere. Heimchen sind sehr lebhaft und springen erstaunlich weit und hoch.

 


Grille

Zweifleck-Grillen (Gryllus bimaculatus) sind ausgewachsen 35 - 40 mm lang und 12 - 15 mm dick. Neben der schwarzen Grundfärbung findet man bei Weibchen schwarzbraune und bei den Männchen goldbraune derbe Vorderflügel, die am Ansatz zwei helle Flecken zeigen (bimaculatus = zweigefleckt). Diese Flecken sind auch bei den frisch geschlüpften Tieren zu erkennen, verschwinden aber nach der ersten Häutung. Die Eier sind 3 mm lang, die ameisenähnlichen Jungen ebenfalls.
Diese Grille springt nicht so weit wie das Heimchen und läuft lieber umher. Sie zeigt sich auch am Tag häufiger als die Hausgrille.

Grillen und Heimchen ernähren sich von pflanzlichen und tierischen Stoffen. Bewährt hat sich eine Trennung in Trocken- und Feuchtfutter. Als Trockenfutter gibt man Hafer- und Hundeflocken, Fischfutter, Presslinge aller Art, wie für Mäuse, Küken, Meerschweinchen, Hunde oder Schildkröten, sowie Weizenkeime.
Apfel, Karotte und Knöterich (kein Salat!!!) bilden die Grundlage für das Feuchtfutter. Im jahreszeitlichen Wechsel kommen dazu noch allerlei Obst, wie Kirschen, Aprikosen, Weintrauben oder Apfelsinen. Wichtig ist in jedem Fall, dass Obst und Grünzeug frei von Insektiziden und anderen Schadstoffen sind.



Ägyptische Wanderheuschrecken


Die Ägyptischen Wanderheuschrecken (Locusta migratoria) erreichen eine Länge von 5 - 7 cm. Sie sind hellgrau bis hellbraun gefärbt mit dunkelgrauen und braunen Flecken; die Flügel sind hellgrau marmoriert. Kopf und Vorderbrust der Männchen werden im Alter gelb. Die Ägyptische Wanderheuschrecke ist in Afrika, Asien und stellenweise in Südeuropa beheimatet.

Futter: Will man die Wanderheuschrecken möglichst lange am Leben erhalten, muss man ihnen gehaltvolle, abwechslungsreiche Nahrung bieten. Als Trockenfutter bekommen sie Weizenkleie, Haferflocken, Hundeflocken, Weizenkeime und zerriebene Mäusepresslinge. Presslinge sind wegen der Mineralstoffe besonders zu empfehlen. Zusätzlich kann man altes, nicht verschimmeltes Brot oder Weckmehl (Semmelbrösel) reichen.

 

 

Schaben

 

Schaben (Blaptica dubia) sind mit etwa 4 cm Körperlänge und knapp 2 cm Breite. Die Männchen sind 3-5 mm dick, geflügelt und flach gebaut, die Weibchen dagegen etwa 7 mm und flügellos (nur noch Stummel). Der glänzend schwarz braune Körper trägt an jedem Segment an der Seite einen hellen Fleck. Bei manchen Tieren ist er auch längs der Mittellinie entlang. Der Flügelansatz des Männchens und die Stummel des Weibchens heben sich farblich rotbraun ab. Der Rand des Halsschilds und die Flügel der Männchen färben sich mit zunehmendem Alter von hellbraun bis mittel bzw. dunkelbraun. Die Eikapsel der Weibchen ist Honigfarben.

 

 

Mehlkäfer

Mehlkäfer (Tenebrio molitor) haben einen fein glänzenden Körper, sind 15 - 18 mm lang und ihre Oberseite ist schwarzbraun bis schwarz und die Unterseite ist rotbraun gefärbt. Die Larven, die Mehlwürmer, sind relativ fett und sollten daher nicht auf Dauer als Alleinfutter verwendet werden.


   

 


Großer Schwarzkäfer

Der Große Schwarzkäfer (Zophobas morio) hat eine Gesamtlänge von 3 - 3,4 cm und eine Breite von 1 - 1,2 cm. Der Kopf ist etwas länger als breit, die Fühler sind dünn und 7 - 8 mm lang. Zophobas ernähren sich von pflanzlichen und tierischen Substanzen. Wir füttern sie mit Obst, Löwenzahn, Karotten, Bananen, Äpfeln, Birnen, Apfelsinen. Daneben hat sich eine Futtermischung aus 300 g Haferflocken, 200 g Sojamehl, 30 - 40 g Bier- oder Trockenhefe und 50 g Milchpulver gut bewährt. Portionen dieser Mischung feuchtet man mit so viel Wasser an, dass man Bällchen daraus formen kann. Mischungen aus anderen Getreidearten eignen sich ebenso. Die Larven fressen zudem Holzmulm und abgestorbene Wurzeln, die Imagines schätzen etwas tierische Beikost: angefeuchtetes Trockenfutter für Hunde oder Katzen, tote Regenwürmer und Schnecken sowie frisches Fleisch, das aber nach wenigen Stunden aufgezehrt sein muss.
 

   

 

 

Rosenkäfer

Rosenkäfer (Pachnoda marginata) haben einen kräftigen Körper. Die Käfer zeigen eine ansprechende Färbung in leuchtendem warmen Gelb und samtigem Braunrot. Männchen und Weibchen lassen sich an den Fühlern unterscheiden, das Männchen besitzt 7 blattartig verbreitete Lamellen an den Fühlergliedern, das Weibchen nur 5. Die Larven sind spärlich hellbraun behaart und weisen an den Flanken einen auffälligen Hautwulst auf. Ihre Fortbewegung auf glatten Flächen ist eigenartig: Die Larve rollt sich zusammen, dreht sich auf den Rücken und robbt davon.
Rosenkäfer ernähren sich nur von pflanzlichen Teilen, hauptsächlich von Blüten aller Art sowie Rosen- und Brombeerblättern. Die Larven fressen überwiegend Holz abgestorbener Laubbäume, zum Beispiel von Eichen, Buchen, Linden, Kastanien oder Weiden. Das Holz gräbt man in die Erde ein, ebenso Obst- und Karottenstücke, die sie außerdem verzehren.

   

 



Große Wachsmotte

Die Raupen der Großen Wachsmotte (Galleria melonella) erreichen eine Länge von 24 - 28 mm. Der rotbraune Kopf hebt sich deutlich vom durchscheinend schmutzigen Körper ab. Zur Verpuppung spinnen sich die Raupen in einen Kokon ein. Wachsmottenlarven ernähren sich von Bienenwaben. Sowohl die Raupen als auch die Falter stellen einen Leckerbissen für alle Insektenfresser dar. Dennoch sollte man sie wegen ihres Fettgehaltes von etwa 19 % nur in Maßen verfüttern.